available languages: englishdeutsch Juni 26, 2019

 

Seit den US-Wahlen 2016 und dem Skandal um Cambridge Analytica hat es eine weitreichende Debatte über die Bedrohungen der Demokratie im digitalen Raum und insbesondere in den sozialen Medien gegeben. Auf unzählige Konferenzen und in vielen Berichten und Medienbeiträgen wurde ein breites Spektrum von Themen und Herausforderungen beschrieben und analysiert. Die Stichworte sind zahlreich: Desinformation, Computerpropaganda (computational propaganda – gezielte, auf Algorithmen und Automatisierung beruhende Verbreitung von irreführenden Informationen), Fake News, Filterblasen, Dark Ads (auf Zielgruppen maßgeschneiderte und nur an sie versendete Werbung), Social Bots (automatisierte Konten) oder sogenanntes unauthentisches Verhalten (inauthentic behavoir – das koordinierte Anlegen und Betreiben von Fake-Gruppen- oder Einzel-Accounts in Sozialen Medien), um nur einige zu nennen.

Aufbauend auf der Arbeit anderer Organisationen schlagen wir einen Rahmen für eine weitere Diskussion vor, in der diese verschiedenen Phänomene klarer von einander abgegrenzt werden können. Wir hoffen, dass dies dazu beitragen wird, Debatten oder Konferenzen zu strukturieren, praktische Methoden zur Überwachung zur Reaktion auf Bedrohungen des demokratischen Online-Diskurses zu entwickeln und auch eine solche Regulierung zu diskutieren.

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